Top Model. Ist diese Veranstaltung nicht spätestens ab der zweiten Staffel nichts als eine Farce? Jedenfalls unter diesem Namen und angesichts der Tatsache, dass es bisher keine der Gewinnerinnen tatsächlich zum 'Topmodel' gebracht hat. Aber es wird munter jede Saison nach dem nächsten 'Supermodel' gesucht, und alle Beteiligten nehmen die Sache bitterernst.
In Deutschland im Prinzip das Gleiche, aber ich finde die amerikanische Version spannender (man kann die alten Staffeln - 10 gab es bisher - auf youtube anschauen). Wegen der kulturellen Unterschiede vermutlich. Wegen der Klischees, die man in den Mädchen wiederfinden kann: das Landei aus dem mittleren Westen. Die religiöse Fanatikerin mit der Bibel unterm Arm. Die Großstadt-Zicke. Die Über-Patriotin. Das nerdy girl, unter deren dicker Brille sich eine echte Schönheit versteckt. Die netten und die aggressiv ehrgeizigen. Das eigentlich spannende sind nicht die Laufstegauftritte und Photo Shoots (ich kenne nicht mal das deutsche Wort dafür), sondern das Zusammenleben der Mädchen und ihre Charaktere - so, wie sie eben inszeniert und präsentiert werden. Man kann sie dabei beobachten, wie sie 'ihren großen Traum' verfolgen und dafür unglaubliche Strapazen und Demütigungen in Kauf nehmen.
Ich nehme an, das ist der Grund, warum sich auch die 10. Staffel noch viele Menschen angeschaut haben.
Und kluge Ratschläge gibts dazu (ernsthaft) - von einer ehemaligen Gewinnerin an die neuen Kandidatinnen: Schau nicht auf die anderen. Es kommt darauf an, was du tust.
Genau. Deshalb hör ich jetzt wieder auf mit Video-schauen und lese lieber ein bisschen.
Dienstag, 18. März 2008
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