Wissen ist subjektiv verarbeitete Information, also Information, die aktiv, reflexiv und individuell angeeignet wurde. Es ist damit an Personen gebunden - anders als Informationen, die z.B. in verschiedenen Medien zur Verfügung stehen können. Wissen ist also mehr als Information.
Die soziologische Untersuchung des Wissens (vgl. Wissenssoziologie) zeigt aber, dass nicht alles Wissen individuell erarbeitet wurde und auf Erfahrung beruht. Wissen ist vielmehr (auch) sozial konstruiert und historisch kontingent. Es umfasst nicht nur angeeignete Information, sondern die Bedeutungs- und Sinnstruktur, die den Hintergrund aller Alltagshandlungen bildet und die mit der Sozialisation verinnerlicht werden.
Nicole Zillien: Digitale Ungleichheit. Wiesbaden 2006 (hier: S. 6ff).
Samstag, 16. Februar 2008
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