Identitäten sind multipel, vielfältig, unübersichtlich geworden. Die Einheit der Identitätsformen, die sich im 19. Jahrhundert etwa aus dem Bezug auf Nationalstaaten oder Klassen ergab, hat sich aufgelöst. Auf dem komplexen diskursiven Feld der Identitäten gibt es zahlreiche Angebote, aus denen sich jeder Einzelne seine Identität zusammensetzen kann. Und muss. Denn mit dem Gewinn an individueller Freiheit ist ein Verlust der entlastenden Funktion einhergegangen, die vorgegebene umfassende Identitätsangebote hatten. Und das führt zu Verunsicherung.
Wie war das mit der Individualisierungs-/ Pluralisierungsthese von Beck?
Interessant finde ich von Hall auch die Theorie des Rassismus ohne Rassen; dazu habe ich aber noch nichts weiter gelesen.
Stuart Hall: Old and New Identities, Old and New Ethnicities. In: King, Anthony D. (Hrsg.): Culture, globalization and the world system. Contemporary conditions for the reproduction of identity.
Mittwoch, 6. Februar 2008
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