Der große Fehler (das betrifft auch wieder alle anderen Parteien) war, das die SPD vor der Wahl eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei definitiv ausgeschlossen hat - die vorsichtige Öffnung zur Linkspartei war richtig, nur erfolgte sie zu spät. In Zukunft kann man also Glaubwürdigkeit dazugewinnen, wenn man eine Zusammenarbeit mit keiner demokratischen Partei vor der Wahl ausschliesst. Dann ist es hinterher auch glaubwürdig, wenn man mit der Linkspartei zusammenarbeiten will, weil das ja keinen programmatischen Kurswechsel in die kommunistische Vergangenheit bedeutet (mit der heutigen Linkspartei ist das schon ein ziemlich abenteuerlicher Vorwurf!) - vielmehr symbolisiert es den Machtanspruch der Partei, der ja nun wirklich nicht verwerflich ist.
Unerträglich ist nun das Gerede der anderen Parteien, Beck einen Wortbruch vorzuwerfen. Zwar ist es in der Sache ein Vorwurf, der korrekt ist - doch in meinen Augen hat Beck sogar Anerkennung verdient, weil er in der verfahrenen Situation in Hessen als erster seine Position gelockert und damit das Enstehen einer Regierung in Hessen überhaupt erst ansatzweise möglich gemacht hat! Verlierer sind für mich die anderen Parteien (konkret vor allem CDU und FDP), die starr in der Ecke stehen und nicht den Mut haben, sich auf die anderen Parteien zuzubewegen.
Donnerstag, 28. Februar 2008
OMG die Linkspartei!!
Ich war die letzten Tage ein bisschen fassungslos über die Reaktionen auf Kurt Becks Vorschlag, Frau Ypsilanti könne sich ja mit den Stimmen der Linkspartei zur Ministerpräsidentin wählen lassen und dann mit einer Minderheit regieren (und hab ja auch schon den Prantl-Kommentar dazu verlinkt). Jetzt habe ich hier einen Text gelesen, der die Gründe für diese meine Fassungslosigkeit auf den Punkt bringt. Also mal wieder ein schönes langes Zitat:
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